Mehr Informationen für Versicherte
Was ist eine elektronische Gesundheitskarte?
Ausgewählte Versicherte in der Testregion erhalten neben ihrer Krankenversichertenkarte eine technisch und funktionell erweiterte Chipkarte, die "elektronische Gesundheits-karte“ (eGK).
Diese Karte ermöglicht die Speicherung von Grunddaten wie zum Beispiel Name und Anschrift und einer Vielzahl medizinischer Datensätze des Versicherten wie zum Beispiel elektronisches Rezept [mehr...] und Notfalldaten [mehr...]. Besonderes Merkmal der neuen Karte ist das Lichtbild auf der Vorderseite.
Mit Einführung dieser neuen Karte soll die Qualität der medizi-nischen Behandlung verbessert werden. Die behandelnden Ärztinnen und Ärzte sowie die beteiligten Krankenhäuser und Apotheken haben mit dem Einsatz dieser Karte einen schnelleren Zugriff auf die für eine Behandlung erforderlichen Daten.
Diese verbesserte und schnellere Kommunikationsmöglichkeit wird dazu beitragen, dass überflüssige Doppeluntersuchungen vermieden und die Arbeitsprozesse in Praxis und Krankenhaus effizienter gestaltet werden. Die Nutzung der sofort verfügbaren Notfalldaten ermöglicht eine schnellere und zielgerichtete Hilfe in lebensbedrohlichen Situationen.
Wer ist am Test in Flensburg beteiligt?
Mit ausgewählten Ärztinnen, Ärzten und Krankenhäusern in Flensburg wurden vertragliche Vereinbarungen für die Test-teilnahme getroffen.
Hier können Sie die Listen der Arztpraxen und Krankenhäuser ansehen: [Arztpraxen...] [Krankenhäuser...] [Apotheken...]
Wie sieht die Gesundheitskarte aus?
Auf der Vorderseite der Karte befinden sich:
- Prozessorchip,
- Lichtbild,
- Name,
- Abrechnungsnummer,
- Versichertennummer,
- Name und Logo Ihrer Krankenversicherung,
- Schriftzug "eGK" in Braille-Schrift.
[Abbildung eGK Vorderseite...]
Auf der Rückseite der Karte befinden sich:
- Feld für die Unterschrift,
- Europäische Krankenversicherungskarte.
[Abbildung eGK Rückseite...]
Welche Daten befinden sich zum Zeitpunkt der Ausgabe auf dem Speicherchip?
Es befinden sich lediglich Ihre Versichertendaten (wie zum Beispiel
Name, Geburtsdatum, Adresse) auf dem Chip. Erst bei späterer Anwendung
der Karte werden elektronische Rezepte und mit Zustimmung des
Versicherten auch Notfalldaten im Chip gespeichert.
Wie sicher sind die Daten auf der Karte?
Über eine persönliche Identifikations-Nummer (PIN) erhalten nur Sie
allein Zugriff auf die eGK – wie beim Geldabheben mit der EC-Karte am
Bankautomaten. Das bedeutet, dass nur mit Ihrer Zustimmung und Eingabe
der PIN können Daten auf der Karte gespeichert, gelöscht oder gelesen
werden.
[mehr...]
Wer erhält eine Gesundheitskarte?
Bis zu 10.000 Versicherte, die bei den beteiligten Ärztinnen und Ärzten in Behandlung sind, erhalten die Gesundheitskarte.
Wie wird die Gesundheitskarte genutzt?
Die eGK ersetzt die Krankenversichertenkarte bei den teil-nehmenden Ärzten, Krankenhäusern und Apotheken. Beim Arztwechsel oder bei einer Krankenhausbehandlung sind Ihre aktuellen Daten sofort verfügbar.
Ihr Arzt verordnet Medikamente zukünftig mit dem „elektronischen Rezept“ (eRezept) und speichert es auf der eGK. Das Papierrezept wird entfallen. In der Apotheke lösen Sie mit der eGK Ihr eRezept ein.
Was ist zu tun, wenn ich meine Gesundheitskarte verloren habe oder sie nicht funktioniert?
Beim Verlust bzw. bei einem offensichtlichen technischen Defekt der
Karte erhalten Sie eine neue eGK. Bitte wenden Sie sich an Ihre
Krankenkasse. Ein neuer Kartenantrag ist nicht erforderlich!
Wie kann ich meine Teilnahme am Test widerrufen?
Sie können die erteilte Einwilligung zur Teilnahme am Test
"elektronische Gesundheitskarte " jederzeit, ohne Nachteile für Sie bei
Ihrer Krankenkasse widerrufen. Anschließend senden Sie die
Gesundheitskarte an ihre Krankenkasse zurück. Die Karte wird umgehend
gesperrt.
Was passiert mit der Gesundheitskarte nach Ende des Tests?
Da die Gültigkeit der Testkarten begrenzt ist, erfolgt nach Ablauf die
Versorgung mit der endgültigen Gesundheitskarte. Die bereits erhobenen
Daten bleiben erhalten.
Wird es eine Patientenbefragung geben?
Im Verlauf des Tests bekommen ausgewählte Teilnehmer, die eine
elektronische Gesundheitskarte erhalten haben, einen Fragebogen
ausgehändigt. Dieser Fragebogen enthält keine persönlichen Angaben zum
Versicherten. Die Teilnahme an der Befragung ist wie das gesamte
Mitwirken am Test freiwillig.